Money Express – wie ein Call-In Schnuckel und ihre Redakteure reihenweise Menschen ausbeuten!

29. März 2007

von fsone

Viel ist über Call-In Sendungen bereits geschrieben worden. Öffentlicher Betrug wird ihnen ständig zur Last gelegt. Das es immer noch Menschen gibt, die dem Lockruf des Geldes erliegen oder einfach den bunten Farben, knalligen Geräuschen und dem Gesäusel der Moderatorin nicht widerstehen können, ist schwer begreifbar.

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Seit einiger Zeit verspricht nun Money-Express auf Viva und Comedy Central den ultimativen Geldgewinn mitten in der Nacht. Also schön dachte ich mir und blieb trotz besseren Wissens (schließlich hatte ich schon einmal die Sendung komplett verfolgt, nur um festzustellen, wie perfide die Machenschaften der TV-Trickbetrügermafia sind. Damals wurde über die gesamte Sendezeit ein Begriff gesucht, natürlich erriet ihn keiner, das Spiel wurde tausendmal geändert, der Geldbetrag selbstverständlich auch und immer war es angeblich die letzte Chance um zu gewinnen – ziemlich unglaubwürdig nach 2 Stunden) bis 3 Uhr auf, nur um noch einmal von den unglaublichen, angeblichen Lösungen des Spiels fasziniert zu werden. Zugegeben, die Moderatorin sah auch nicht gerade unscharf aus, was wiederum in das Erfolgskonzept dieser Sendungen passt.

Es war etwa 2.15 Uhr, als ich mich dem „neuen“ Spiel auf Money Express widmete. Das Spiel selbst war einfach gestrickt – wie immer bei Call-In Sendungen. Gesucht wurden Begriffe mit …-Haus. Offensichtlich hatte schon jemand einen Begriff erraten oder der Sender hatte einen vorgegeben, denn in der Mitte der 5 gesuchten Begriffe stand schon das Wort „Kauf“. „Kaufhaus“ war demnach ein gesuchter Begriff gewesen. Das Moderatorenschnuckel erledigte ihre Arbeit sehr gut und immer mehr angebliche Anrufer wurden in Schnellraterunden ins Studio durchgestellt. Dabei kam mir zuweilen der Verdacht, dass es sich um Einspielungen von Anrufbeantwortern handelte, da beinahe keine Rückkopplungsgeräusche zu vernehmen waren oder sonstige Aussetzer von Seiten der Anrufer passierten. Schon komisch, dass die Oma in der Leitung wie aus der Pistole geschossen antwortet, während sie bei anderen Sendungen beinahe 2 Minuten für die Antwort braucht, weil sie noch so viel zu erzählen hat. Wie dem auch sei, innerhalb von 45 Minuten wurde das Studio von Money Express offensichtlich von Anrufen bombardiert. Die Moderatorin kommentierte stets fleißig mit „Leider nicht dabei“, „Ja, ja sehr gut, das hatten wir noch nicht, sehr gut, aber leider falsch“, „Denken Sie immer daran, unsere Begriffe sind genauso leicht oder schwer, wie Kaufhaus“ und dem Klassiker „Das hatten wir leider schon“. Selbst die Gewinnsumme stieg von 11.000 Euro um 500 Euro pro falscher Antwort: „Morgen sind wir mit Sicherheit alle arbeitslos, die schmeißen uns bestimmt alle raus, bei dem Geld, was wir hier verspielen.“ Ja aber sicher doch meine Liebe. Was denn sonst?

Wie gesagt, die Bedingungen erschienen – wie immer bei Call-In Sendungen – ideal für den großen Gewinn. Dennoch war kein Anrufer in der Lage dieses einfache Rätsel bis zum Ende der Sendung zu lösen und einen von 4 gesuchten …-Haus Begriffen zu erraten. Dabei waren auch Füchse, wie der Herr der „DurcHaus“ sagte und damit versuchte die Betrüger zu enttarnen, zu verzeichnen. Nun mag man geneigt sein zu vermuten, dass es unzählige …-Haus Begriffe in der Deutschen Sprache, die dem Duden zu entnehmen ist, gibt. Umso erstaunlicher war schließlich die Auflösung, die selbst mir nachts um 3 Uhr ein lautes Lachen entlockte. Die gesuchten Begriffe waren: Renaissance-Haus, Akut-Kranken-Haus, Zahn-Ärzte-Haus und Südland-Haus.

Aha! Irgendwie erinnerte mich das ganze an den Stefan Raabs Gag über das DSF Sportquiz. Offensichtlich kann man im Deutschen jedes x-beliebige Wort vor einen Bindestrich und dem Wort „Haus“ schreiben. Inwiefern so ein Rätsel dann noch ein Rätsel ist, kann jeder für sich selbst entscheiden. Das die Landesmedienanstalten, die hier in der Pflicht wären, nicht massiv gegen solche Formate vorgehen entbehrt wieder einmal jeglicher Logik.

Zum Abschluss möchte ich noch auf den Blog von Stefan Niggemeier verweisen. Dieser beschäftigt sich schon seit längerem mit den betrügerischen Machenschaften der Call-In Piraten. Ein gut gemeinter Rat: Lieber jeden Abend mehrmals 50 Cent in die Spardose werfen, als einmal der Versuchung einer solchen Sendung erliegen!

KLEINES UPDATE: Für mehr Informationen über Call-In Sendungen und deren Quizfragen empfiehlt sich ebenfalls www.tv-quiz-hilfe.de oder www.call-in-tv.de


Bill Kaulitz vs. Sonic The Hedgehog

28. März 2007

von fsone

Was für eine Gegenüberstellung soll das denn sein, mag sich der geneigte Leser fragen? Ein Vergleich zwischen einem Teeny Idol, dessen Name immer und überall für hohe Blogzugriffszahlen sorgt und einem rasenden Igel, den viele noch aus den gleichnamigen Jump n’ Run Spielen kennen? Was für ein Unsinn!

Falsch gedacht, denn so von ungefähr kommt das alles nicht. Man vergleiche nur einmal die aktuellen Frisuren der beiden Charaktere.

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Aha! Vielleicht geht da so manchem jetzt ein Licht auf. Die Macher von Sonic kopieren also den armen Bill! Leider wieder falsch! Zum Beleg betrachten wir nun den Evolutionsverlauf beider Stars.

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Oha! Was lässt sich plötzlich feststellen? Während Sonic schon immer ein saucooler, stylisher Typ mit geiler Frisur war, verdankt Bill Kaulitz hingegen sein Aussehen vermutlich seiner Marketingabteilung und verkommt damit zur schlechten Kopie des blauen Igels.

Schade Ihr Macher von Tokio Hotel, beinahe wärt Ihr damit durchgekommen!


Mode gut – alles gut

28. März 2007

von Hofnarr

Jahrhunderte lang war Mode eine Frauendomäne – also zumindest das Tragen. Die Weiblichkeit hatte Kinder und Hof zu versorgen und dabei einfach gut auszusehen, während die Männer malochend das Geld für die modischen Fummel nach Hause brachten. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Erstens weil Malochen furchtbar anstrengend sein kann, zweitens weil niemand denselben Typ ein Leben lang in denselben drei versifften Jeans sehen will. Mann kleidet sich, Mann stylt sich. Wie, bekommt man gesagt. Die ersten 13 Jahre von der Mama und etwa ab dem 20. Geburtstag von der jeweiligen Freundin, später von der Frau bzw. Lebensabschnittspartnerin. Mann ist also immer auf der sicheren Seite und kann sich stielsicher durch die heutige Werbeyuppiwelt bewegen. Schwierig wird es nur in den Jahren dazwischen. Was man hier an Verfehlungen begeht ist beachtlich, soll aber nicht das Thema sein. Ein Blick auf seine eigenen Teenagerfotos genügt, um die ganze Peinlichkeit zu Tage treten zu lassen. Sie, die Bilder, sollen deshalb weit unten in der Fotokiste friedlich vor sich hin schlummern.

Was ist aber mit jenen Männern, die keine Beratung zur Seite haben? Richtig, Werbeprospekte! Zum Glück gibt es davon jede Menge. So war zum Beispiel pünktlich zum Frühlingsbeginn ein Prospekt des Modehauses Peek&Cloppenburg in meiner Zeitung. Ich als moderner, zwar beratenwerdender, aber doch emanzipierter Mann denke mir, reinschauen kann ja nicht schaden.

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Dass man auch als Mann mit Klischees rund um das Model kämpfen muss, ist klar (Sixpack, graue Schläfen oder einfach bwl-mäßig gestylt), aber was will mir Peek&Cloppenburg mit diesem Prospekt sagen? Wenn’s mit der Modelkarriere nicht klappt, kann man immer noch Footballtrainer werden? Entschuldigung, ich habe mich verlaufen, wo ist der Stadion-Ausgang? Also früher sah der Jura-Campus ganz anders aus…

Ach ja: Nur weil man im Urlaub am Strand spazieren geht, muss man sich von einer Hose noch lange nicht dermaßen demütigen lassen.

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CSU auf Abwegen oder Hurra, Hurra die Latex Landrätin ist da!

27. März 2007

von fsone

Kaum war es um die „schöne Landrätin“ Gabriele Pauli etwas ruhiger geworden, da posiert sie plötzlich in Domina-Manier auf Fotos des Lifestyle-Magazins „Park Avenue“, die heute Abend auszugsweise in der Abendzeitung und morgen früh auch in der Bildzeitung bewundert werden können.

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Extravaganz und Nonkonformität scheinen Lieblingswörter des Fürther CSU-Vorstandsmitgliedes zu sein, doch passen die Fotos nicht so ganz in die konservative Grundeinstellung ihrer Partei. Was da wohl Huber, Beckstein und Konsorten morgen früh im Landtag zu ihr sagen? Man weiß es nicht. Vielleicht lässt es Pauli morgen aber auch so richtig krachen und erscheint in Lederkluft auf ihrem Motorrad zur Arbeit.

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Pressefotografen wittern bereits eine heiße Story. Dabei sind die Bilder doch „sehr ästhetisch und zeigen die romantische Seite an mir“, so zitiert die Süddeutsche Frau Pauli. „Wer etwas Domina-haftes reininterpretiert, zeigt, welchen Erfahrungshintergrund er hat“, so Pauli weiter, denn „was man da rein interpretiert, bleibt der Phantasie jedes einzelnen überlassen.“

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Oha! Der Betrachter ist also der Schuldige. Ein Schlingel, wer da böses oder gar unanständiges von der Landrätin denkt. (Man sollte morgen unbedingt einmal darauf achten, welche Zeitungen Huber und Beckstein so mit sich führen. Stoiber amüsiert sich bestimmt schon jetzt mit seiner Gattin über den kleinen Ausrutscher seiner Erzgegnerin.)

Zugegebenermaßen, mit 49 Jahren hat sich Pauli schon ganz gut gehalten. „Dass Politiker nicht mausgrau sein müssen“ und ab und zu „Gefühle zeigen“ möchten, versteht doch wirklich jeder. Dass Pauli im Juni 50 wird, könnte allerdings ebenfalls ein Grund für diese Fotos sein. Midlifecrisis nennt sich das und soll vor allem bei Menschen mittleren Alters auftreten!

Immerhin hat sie ihre Modelgage, satte 1000 Euro, sofort brav an den Verein „1,2,3“, der Fürther Jugendliche beim Bewerben und bei der Ausbildungsplatzsuche behilflich ist, gespendet. Unklar ist bisher nur, inwieweit die Jugendlichen dem Vorbild der Landrätin folgen werden, und „ästhetische Fotos“ in ihre Bewerbungsmappen integrieren werden. Auch auf Paulis Webseite finden sich die Fotos bisher nicht im Pressebildbereich. Schade, medienwirksam sind sie doch!

Bleibt noch zu hoffen, dass Angela Merkel nicht vom Vorbild Paulis angesteckt wird und im nächsten Wahlkampf auf ähnliche Fotos setzt. Was da die Bundeskanzlerin in den Phantasien der Betrachter mit Erfahrungshintergründen anrichten würde, sollte uns besser erspart bleiben.

(Fotos: Süddeutsche, Webseite Gabriele Pauli)


Was haben MTV und Tequila gemeinsam?

26. März 2007

von fsone

“Sierra Tequila präsentiert Euch die MTV News”

Das ist auch dringend notwendig. Ohne Tequila ist “Musik”-Fernsehn auch nicht mehr auszuhalten!

Mal ganz ehrlich, bei diesem miesen Angebiedere das sich Echo-Verleihung nennt, wird einem doch auch ohne Schnaps gehörig schlecht. Vielleicht sollte man sich als Ottonormalverbraucher wirklich jeden Tag die Kante geben um die mediale Verdummung halbwegs zu ertragen. Schade, dass sich gerade unsere Politiker, mit ihrem Vorstoß das “Flatratesaufen” einzudämmen, äußerst kontraproduktiv dazu verhalten. Tja, extrem dumm gelaufen. Dann müssen die Gehirnzellen eben durch die deutsche Medienlandschaft abgetötet werden! (Wieviel Schwachsinn benötigt ein normales Gehirn eigentlich, bis es soviel Gehirnzellen abbaut, wie in einem Vollrausch? Antworten sind erwünscht!)


Oh mein Gott! GodTube missioniert via Internet!

23. März 2007

von fsone

Darauf hat die Welt gewartet! Neben Videoplattformen wie YouTube, MyVideo und der etwas anderen Variante PornTube gibt es jetzt einen neuen Ableger des Erfolgskonzepts namens GodTube!

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Bei GodTube, das sich momentan noch in der Beta-Phase befindet, geht es hauptsächlich um christliche Themen und die Verbreitung des Wort Gottes: “GodTube utilizes Web based technology to connect Christians for the purpose of encouraging and advancing the Gospel worldwide.”(Quelle: GodTube) Missionierung durchs Internet – klingt komisch, ist aber so.

Inzwischen tummeln sich täglich zwischen 50.000 und 60.000 Besucher auf GodTube. Neben humoristischen Darstellungen wie etwa „Baby Got Bible“ ,einer Persiflage von Sir-Mix-A-Lots “Baby Got Back”, bietet GodTube auch allen (ultra-)konservativen Christen die Möglichkeit sich zu Wort zu melden. Charly beispielsweise erklärt in seiner Reihe “Chatting with Charly” verschiedene Phänomene auf der Erde. Jeder sollte sich einmal seine Ausführungen zu den Themen “Continental Shift“, “After the Great Flood“, “Monkey to Man” und natürlich dem Klassiker “Creation vs. Evolution” anschauen und sich seine eigene Meinung bilden. Ebenfalls belustigend ist die Herleitung, warum die Banane von Gott geschaffen wurde unter dem Titel “The Athiest“, und auch dieser nette Herr von “Standing Watch” besitzt einzigartige Dummschwätzerqualitäten bei seinen Ausführungen über “The End of the World“.

Selbstverständlich ist es momentan zu früh, um mit dem Finger auf GodTube zu zeigen und zu sagen “schaut euch diese radikalen Christen an”. Ob man jedoch ein Forum für Religionsfundamentalisten (egal welchen Glaubens) gut heißen soll, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Wie groß wäre der Aufschrei gewesen, wenn statt GodTube auf einmal KoranTube im Internet die Meinungen seiner Anhänger präsentieren würde?

Religion ist nun einmal ein heikles Themengebiet. Umso erstaunlicher die Aussage von Chris Wyatt, CEO und Erfinder von GodTube: “We’ve found our market.”

Ja, das trifft es sehr gut! Irgendwie kommt mir das alles doch sehr bekannt vor, wie die Geschichte eines Science-Fiction Autors und seiner fixen Idee, mit religiösen Fanatikern einen Haufen Geld zu verdienen.

Bob Ross würde wohl sagen: “God bless!” Ich verabschiede mich hingegen lieber mit einem Zitat Mahatma Gandhis: “Die Religionen sind verschiedene Wege, die im gleichen Punkt münden. Was macht es, dass wir verschiedene Wege gehen, wenn wir nur das gleiche Ziel erreichen?”


Nochmal Nachgetreten: Tokio Hotel in der Bundeswehr

23. März 2007

von Hofnarr

Bill Kaulitz wird heute von der dpa zitiert: “Wir beim Bund, wie soll das denn gehen?”

Na, ich würde mal sagen, auf jeden Fall iiiii-mm Gleichschriiiiiiiitt – und zwar marsch!


Nachgetreten: Tokio Hotel – von der Bühne in den Schlamm

22. März 2007

von fsone

Das sich die Jungs mit Schlamm, der unzweifelhaft auf sie während der Grundausbildung zukommen wird, angefreundetet haben beweisen ihre aktuellen Promofotos. “Stellt euch das doch mal vor, wir beim Bund, wie soll das denn gehen?” fragte Bill seine weiblichen Kreischgören. Ganz einfach – so wie beim Fotoshooting müsste die Antwort lauten. Ja fast so, denn auf ihre Frisuren müssten die Zwillinge aufgrund des Crew Cuts verzichten. Wobei – vielleicht bekommen sie auch hier eine Sondergenehmigung? Wen würde das aufgrund ihres Prominentenstatus wundern? Zudem sind ihre Haarprachten ja beinahe eine so gute Tarnung wie Grasbüschel auf dem Helm.

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Die Revolution: Sich als Rentner fühlen schon mit 30!

22. März 2007

von fsone

Wer hat nicht schon immer von der Rente mit 30 geträumt? Sicher, die Nullrunden der letzten Jahre machen dieses Ziel immer weniger erstrebenswert. Dennoch bleibt die Frage, ob die Vorteile, wie beispielsweise den Lebensabend in allen Facetten zu genießen, nicht überwiegen würden?

Wer sich heute schon wie ein Rentner fühlen möchte der kann das ab sofort für 500€ plus Nebenkosten tun. Denn die Revolution ist da: der Alterssimulationsanzug!

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Endlich kann man mit Hilfe eines Anzuges in Sekunden um ca. 30 bis 40 Jahre altern. Wie schön es sein muss, nach einem Leben voller Arbeit sich am wohlverdienten Ruhestand zu erfreuen, kann jetzt ein jeder selbst nachempfinden.

Der Alterssimulationsanzug ahmt die natürlichen Alterungsprozesse des Menschen nach. So wird das Hören eingeschränkt, die Sicht durch eine Brille eingetrübt und verengt, das Drehen des Kopfes erschwert, rheumatische Beschwerden mit Zusatzgewichten simuliert und überhaupt sämtliche Bewegungen, wie das Bücken, um sich die Schuhe zu binden, erschwert.

Wie schön es doch sein muss endlich Rentner zu sein! Vielleicht werden neben der Industrie, die den Anzug schon jetzt für Testläufe neuer, altersgerechter Produkte verwendet, auch einmal unsere Politiker in den Genuss der Alterssimulation kommen. Wie schnell würden Nullrunden und das immer weiter ansteigende Renteneintrittsalter der Vergangenheit angehören.

 


Wir robben ins Hotel

22. März 2007

Ein kurzer Einakter von Hofnarr

5.45 Uhr – ein kühler Herbsttag auf einem verschimmelten Kaserneninnenhof

Major (brüllt): Kaulitz! Zum Appell!
Die beiden Kaulitze schauen sich verwundert an: Wer jetzt? Ich oder er?
Major: Beide!
Die Kaulitze stellen sich in Reih und Glied mit ungefähr 300 anderen Flaumbartträgern auf.
Major: Was’n das?
Die Kaulitze flüstern sich etwas zu.
Major: Schnautze Kaulitz!
Kaulitze: Wer jetzt? Er oder ich??
Major: Beide!
Der Major baut sich vor Tom auf: Was is’n das für’ne Matte auf deim Kopf?
Tom (brüllt): Meine Haare, Sir!
Major (brüllt): Brüll mich nicht an Kaulitz, außerdem sind wir nicht bei den Amis, das heißt Major.
Tom (leise): Jawoll, Herr Major!
Major: Lauter Kaulitz, ich hör nichts!
Bill mischt sich ein: Spielen wir nun bisschen Krieg oder wie?
Major: Wer hat dich gefragt, Kaulitz?
Bill: Ich mein ja nur… habe den Mädels versprochen, mich mal im Dreck zu wälzen.
Major: Erstmal zum Friseur! Ihr seid jetzt bei der Armee und nicht im Tuntenverein.
Bill: Wer jetzt? Er oder ich?
Major (brüllt): Du! Er! Beide!
Bill: Aber unser Management sagt, wir müssen so Kackfrisuren tragen… ist doch wegen der Fans.
Major: Die Fans sind mir scheiß egal. In Afghanistan lachen euch die Leute aus, wenn ihr so aufkreuzt.
Tom: Afghanistan? Ich dachte wir schießen hier nur ein paar Fotos.
Major: Das einzige, auf was hier geschossen wird, sind euere Ärsche.
Tom: Darauf hab ich aber keine Lust.
Major:
Das ist keine Frage von Lust… ihr seid jetzt in der Armee.

Tja Jungs, gewöhnt euch schon mal lieber dran…