Musikwüste Deutschland

von fsone

Dass Deutschland in Sachen Musik zu den Entwicklungsländern zählt, dürfte eigentlich jedem seit den diesjährigen Staffeln von Popstars und DSDS bewusst sein. Wo sonst bekommen völlig untalentierte Teenies und Twens die Chance aus ihrem Unvermögen Geld zu machen?

Nun, das mag jetzt dem ein oder anderen stinken und ich höre schon die Fans, die mich als Neider betiteln, doch Fakt ist, dass der gemeine Deutsche einfach über den wohl widerlichsten Musikgeschmack der Welt verfügt. (Japan und China einmal ausgenommen)

In keinem anderen Land schaffen es so viele dritt- und viertklassige Songs auch nur annähernd so oft in die Top 10 wie in Deutschland. Sie möchten einen Beweis? Gerne. Vergleichen wir doch einfach die aktuellen Single-Charts von England, den USA , unseren geheimen Lieblingsnachbarn, den Holländern und Deutschland. Während in Amerikas Billboard Charts derzeit die Black Eyed Peas Quotenfrau und Nervensäge Fergie mit „Glamorous“ auf 1 residiert, bekommen die Engländer mal wieder nicht genug von Take That und deren Song „Shine“. Unsere Freunde die Holländer hingegen haben mit Jan Smit und seinem Song „Cupido“ wenigstens einen ihrer Landsleute auf dem Thron – allerdings dicht gefolgt von Christina Aguilera mit „Hurt“. Was aber finden wir in Deutschland? Dj Ötzi und Nik P mit „Ein Stern, der deinen Namen trägt“. Ganz klar ein absoluter Welthit! Unser aller Lieblingsschluchtenscheißer Ötzi beweist mal wieder allen, wie unglaublich schlecht der Musikgeschmack hierzulande sein muss! Gott sei Dank hat sich mittlerweile Pigloo mit „Papa Pinguin“ auf die 15 verabschiedet, so dass das Gelächter nur halb so lang ausfallen dürfte.

Sicher, es tummeln sich neben Nelly Furtado und Justin Timberlake auch noch Gwen Stefani und neuerdings sogar die Fantastischen Vier wieder einmal in unseren Charts. Die Quote für qualitativ hochwertigere Musik dürfte damit erreicht sein. Immerhin sieht es in Amerika und England auch nicht viel anders aus – nur die Holländer hinken mal wieder musiktechnisch hinterher. Dennoch bleibt ein mieser Beigeschmack! Ich erinnere nur mit Schrecken an „Schnappi“, den „McDonalds Song“ und andere Grausamkeiten, die uns die deutschen Charts wochenlang beschert haben. Selber schuld könnte man meinen! Das trifft den Nagel auf den Kopf – würde ich sagen!

Im Grunde genommen ist es mir auch völlig egal, da ich sowieso bis auf Nelly Furtado, Justin Timerlake und Christina Aguilera, denen ich musikalisches Können (oder zumindest einen Top Produzenten wie z.B. Timberland) unterstelle, keinerlei Bezug zum Chartgeschehen habe. Nervig ist das trotzdem! Nicht nur zuletzt deswegen, weil ich schon jetzt die Klingeltonwerbungen über uns hereinbrechen sehe. Aber wozu überhaupt noch Musikfernsehen ähhhh Teeny-Pop-Manga-Kennenlern-Fernsehn anschalten? Ich wünsch mir einfach einen Sender wie VH1 zurück! (und zwar ohne diese unsäglichen Berichte über Stars in Hollywood die MTVIVA derzeit ausstrahlen) Und wenn mir das der Osterhase nicht bringt, dann bleibt die Kiste einfach aus!

3 Antworten zu „Musikwüste Deutschland“

  1. Skywalker sagt:

    AMEN. Das denk ich mir jedesmal. MTV spielt Musik? OMG! WELTWUNDER.

  2. dahofnarr sagt:

    Nik P. – der musikgewordene Autoscootereinparker

  3. diebeste sagt:

    Danke, das musste mal gesagt werden. Gründe deinen eigenes Musiksender und ich bin dein erster Fan

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