Kuriose Bildunterschriften – Der Focus

31. Mai 2007

von fsone

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“

Tagtäglich sind wir alle einer immensen Bilderflut durch verschiedene Medien ausgesetzt. Bilder gelten gemein hin als Beweis für etwas tatsächlich Geschehenes und werden in diesem Kontext nur zu gerne von den Medien verwendet. Andererseits verwenden die Medien Bilder auch gerne als Illustration – quasi um den Betrachter einen Sachverhalt näher zu erläutern.

Gerade eben meldet der Focus, dass es US Wissenschaftlern gelungen sei ein neues Schmerzmittel zu entwickeln, welches nur in dem verletzten Gewebe wirkt und daher keine typischen Nebenwirkungen zeigt.

Ohne Zweifel ein Fortschritt auf dem Gebiet der Schmerzmittelforschung.

Als Illustration dieser Nachricht bedient sich der Focus eines Bildes vom angeschlagenen Ex-BVB Spieler Christoph Metzelder, der nach einem Zusammenprall sein geschwollenes Auge mit einem Eisbeutel kühlt. Die Bildunterschrift lautet: „Neue Schmerzmittel wirken, ohne benommen zu machen“

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Dazu bleiben mehrere Fragen offen: Ist ein Eisbeutel ein neuartiges Schmerzmittel? Wenn nein, macht ein Eisbeutel dann benommen? Wenn ein Eisbeutel also ein altbekanntes Schmerzmittel sein sollte und nicht benommen macht, warum illustriert er dann einen Artikel über ein neuartiges Produkt? Und die letzte Frage: Wirkt ein Eisbeutel (bei bestimmten Schmerzen) nicht auch punktuell auf den direkten Schmerzauslöser?

Fragen über Fragen, die einem der Focus leider schuldig bleibt. Vielleicht klappt’s ja das nächste Mal mit einer passenden Illustration!?


Bob Geldof wird für einen Tag Chefredakteur der Bildzeitung

31. Mai 2007

von fsone

Bob Geldof, seines Zeichens Live Aid/8 Organisator und unerbittlicher Kämpfer für die Anliegen des Afrikanischen Kontinents, wird für einen Tag Chefredakteur Kai Diekmann bei der Ausarbeitung der Bildzeitung vertreten.

Das berichtet die dpa und auch die Bildzeitung hat schon den passenden Aufmacher dieser unheiligen Kooperation im Zeichen des G8-Treffens mit der Unter-Überschrift „Das ist ja der Gipfel!“ gefunden. (Nein ich werde hier jetzt nicht auf bild.de verlinken!)

Bleibt zu hoffen, dass Mathias Döpfner die Gunst der Stunde nutzt, Diekmann in die Wüste schickt (hoffentlich ohne Wasser) und mit Geldof an der Spitze die Bildzeitung zu einer seriösen Tageszeitung umgestaltet.

Doch machen wir uns nichts vor, das wird nie geschehen! Eher entdecken Forscher die eierlegende Wollmilchsau!

Was genau die Bildzeitung Geldof vorgegaukelt hat, bleibt wohl ihr Geheimnis. Wieder einmal wird sich das unseriöse Blatt mit einer integren Persönlichkeit schmücken und so tun als ob seinen Machern die Probleme Afrikas wirklich am Herzen liegen. Allerdings nur solange bis irgendein Zwischenfall deutsche Soldaten in Kenia oder am Horn von Afrika bedroht. Dann werden wir wieder das wahre Gesicht der vom Alpha-Journalisten Diekmann geführten Bildzeitungsmannschaft erleben.

Wir sind gespannt.


Jetzt neu: EPO hilft bei Potenzproblemen!

28. Mai 2007

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Morgen in der Bildzeitung: Mediziner bestätigen: EPO macht sexy!

28. Mai 2007

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Von Ochsen die Milch geben

28. Mai 2007

von fsone

5 Ochsen geben in 5 Stunden 5 Liter Milch! Wieviel Milch geben dann 10 Ochsen in 10 Stunden?

Antwort: Ochsen geben keine Milch!

Menschliche Ochsen hingegen geben gerne Geld per Telefon aus. 50 Cent pro Anruf um genau zu sein! Bei 10.000 anrufenden menschlichen Ochsen pro Stunde wären das immerhin 5000 Euro. Bei einer Gewinnsumme von im Schnitt 2000 Euro – die eh nur einmal am Abend und zwar 10 Sekunden vor Ende der Sendung ausgespielt wird – und einer Sendezeit von 3 Stunden macht das immer noch einen Gewinn für den Sender von 13.000 Euro.

Nun rufen ja statt der 10.000 menschlichen Ochsen weit mehr Gewinnsüchtige pro Stunde an. Die Sender erzielen also einen weit höheren Gewinn.

Fazit: Wer sich von Call-In Sendungen immer noch zum Ochsen machen lässt ist nun wirklich selber schuld!

KLEINES UPDATE: Für mehr Informationen über Call-In Sendungen und deren Quizfragen empfiehlt sich www.tv-quiz-hilfe.de oder www.call-in-tv.de


Germany’s Next Top Model – Ein Nachruf

25. Mai 2007

von fsone

Es ist vollbracht! Deutschland hat endlich sein zweites Topmodel bekommen und die Castings für Nummer Drei sind im vollen Gange.

Herzlichen Glückwunsch an die rothaarige, leicht unterkühlte Mathematikstudentin aus Regensburg/Amberg.

Aber was war das für eine letzte Show? Ein Blinder hätte bereits beim ersten Mal, als das neue Cosmopolitan Cover eingeblendet wurde, auf Barbara gesetzt! Der Gesichtsausdruck Hanas in dieser Szene sprach ebenfalls für sich selbst.

Ansonsten war die Show das wohl lahmste Ereignis das Pro7 seit langem inszeniert hat. Schlechte Musiker mit Vollplayback konnten noch nicht einmal ihren Mund zu ihrer eigenen Musik bewegen, Models die schon früher ausgeschieden waren zogen gelangweilte Grimassen auf dem Laufsteg und die Jury versuchte wie immer ihre Standartsätze anzubringen. Bei der nächsten Staffel werde ich mal genau mitzählen wie oft Heidi pro Sendung ihren nervtötenden Lieblingssatz „Nur eine kann GNTM werden und nur eine bekommt den Vertrag mit IMG Models“ in die Nation hinaus jammert. (Als ob das nicht jeder wüsste?) Schlimm waren auch die ganzen Rückblenden, die nun wirklich jeder zum 1000sten Mal über sich ergehen lassen musste. Denkt Pro7 wirklich das es noch Zuschauer gibt, die erst zum Finale einschalten?

Ganz im ernst, es gibt meiner Meinung nach eh nur zwei/maximal zweieinhalb Kategorien von Zuschauern bei Castingshows. Die einen, die totale Fans der Sendung sind und sich mit irgendeinem Castingteilnehmer solidarisieren. Die anderen, die sich die Sendung anschauen um mit dem Kopf zu schütteln und zu sagen was für eine aufgesetzte Scheiße, oder eventuell ein Mittelding aus beidem.

Sei es wie es sei, die Staffel ist gottseidank vorbei und man kann sich endlich wieder wichtigeren Dingen zuwenden: dem G8-Gipfel, dem Klimaschutz, der Korruption in deutschen Unternehmen, dem Vorhaben Strafsteuern auf Süßigkeiten zu erlassen, dem aberwitzigen Dopingskandal im Radsport, unserem geliebten Innenminister Wolfgang Schäuble (aka Stasi 2.0, besser bekannt unter dem Slogan: „Big Brother is sniffing You“), dem bösen (aber durchaus nachvollziehbaren) Anschlag auf Kai Diekmanns Luxuskaros… ähh Familienwagen (immerhin: die Bildzeitung hat ihren Umzug nach Berlin diese Woche erstmal verschoben…kein Wunder leben in Berlin doch noch viel mehr radikale linke Brandstifter) oder etwa den außerehelichen Kindern der CSU Spitzenpolitiker Seehofer und Söder (jaja die Konservativen, die sich dann nicht mal an ihre eigene Parteiprämisse halten…Sodum und Gomorra anstelle von bußfertigen Vorbildchristen).

Genau das werden wir von Bloggwurst jetzt auch machen, um das Sommerloch zu füllen. Wir wenden uns einmal sinnvolleren Themen zu.


Hanas Nippelgate und Annis politische Couleur

24. Mai 2007

von fsone

So, es ist soweit. Heute steht also das Finale von GNTM an. Die investigativen Bildzeitungsschreiberlinge haben sich mal wieder voll ins Zeug gelegt und lassen heute, nach ihrer Attacke auf Kai Diekmanns Bonzen ähh Familienschlitten, die zweite Bombe platzen: Nacktfotos von Hana! (zu finden beispielsweise auf Kaeferchens World)

Kaeferchen hat auch bei Anni recherchiert und ein Werbeplakat der FDP entdeckt.

Mir stellt sich da die Frage was ist schlimmer Nippelgate ohne Justin, dafür aber mit einer besseren Brust als der von Janet oder sinnentleerte Werbung für die FDP?

TITTCHENALARM!


Mark Terenzi und der Ladenschluss

18. Mai 2007

von Hofnarr

Wie die dpa meldet, verzweifelt Mark Terenzi (Ehemann von Sarah Conner) an den deutschen Ladenschlusszeiten. So wird der Sänger auf n-tv zitiert: „Ich fahre abends zum Einkaufen und merke erst an der Ladentüre, dass ich zu spät bin“.

Das bringt mich grundsätzlich auf mehrere Gedanken:
1. Ist der total bescheuert oder einfach nur doof?
2. Welche arme Sau in der dpa Zentrale muss sich mit so einem Käse beschäftigen?
3. Welcher Trottel von Redakteur hält diese Nachricht für so wichtig, dass sie der Welt mitgeteilt werden muss.
4. Bringt Mark in absehbarer Zeit ein neues Album auf den Markt? Dies würde zumindest die Motivation für diese Meldung erklären…

Mein Vorschlag für Mark:
1. Kauf dir eine Uhr, am besten mit Digitalanzeige. Das mit den Zeigern könnte schwierig werden.
2. Lass Sarah einkaufen gehen. (weil 1. sich die Frau mit Küche, Kinder, Herd besser auskennt und das bestimmt auch Bischof Mixa freuen würde und 2. sie dann weniger Zeit für ihre unsägliche Möchtegern-Soul-Gesangsdarbietungen hätte.)
3. Wenn dich das überfordert: Pizzaservice!


C&A Mitarbeiter packt aus: Hana ist Germany’s Next Top Model

18. Mai 2007

Bloggwurst hat es geschafft!

Wir haben keine finanziellen Mittel gescheut und schließlich mit Hilfe unserer schwarzen Konten einen hochrangigen C&A Mitarbeiter, Herrn S. (Name von Bloggwurst geändert), dazu gebracht interne Details zu verraten. Dabei kamen weit mehr Geheimnisse als das Endergebnis der Klum’schen Modelshow ans Tageslicht. Das Interview für Bloggwurst führte fsone:

BW: Herr S., auf unsere Anfrage hin haben Sie sich schließlich dazu entschlossen, uns und den Lesern von Bloggwurst schon heute den Ausgang der Modelshow Germany’s Next Top Model zu verraten. Fürchten Sie sich nicht vor etwaigen Konsequenzen?

S: Nun, sehen Sie, es ist mittlerweile ja ein offenes Geheimnis, dass Hana als Gewinnerin bereits seit mehreren Wochen feststeht. Das liegt vor allem daran, dass unsere Kampagne bereits am Tag nach der Ausstrahlung des Finales starten wird und wir daher eine dreiwöchige Vorlaufzeit benötigen. Dass sich das Gerücht um Hana so verdichten würde, hatten wir zuerst nicht gedacht. Da muss wohl jemand von Pro7 in den letzten Wochen diverse Interna ausgeplaudert haben. Wir prüfen unsererseits bereits Rechtsmittel, um den Schuldigen zu finden. Also wenn Sie mich jetzt fragen, ob ich für die Bestätigung dieses Gerüchts Konsequenzen fürchte, dann sage ich Ihnen ganz offen: NEIN! Wir von C&A haben beschlossen, der Öffentlichkeit die Wahrheit zu präsentieren. Das wir jetzt eine Woche vor dem Finale diese Information herausgeben, liegt daran, dass wir von Pro7 tief enttäuscht worden sind.

BW: Sie sprechen hier von einem Vertragsbruch von Seiten des Senders. Könnte es denn nicht auch sein, dass ein C&A Mitarbeiter sich für die Gerüchtewelle verantwortlich zeigt?

S: Nein. Auf gar keinen Fall. Wissen Sie, wir führen hier im Haus ein sehr strenges Regime. Die Anzahl der Mitarbeiter, die mit der Show und unserer Kampagne betraut sind, ist sehr klein. Das aus diesem Kreis Informationen nach Außen gegeben wurden ist vollkommen unmöglich.

BW: Wie Sie meinen. Allerdings verwundert uns schon, dass Sie jetzt, eine Woche vor dem Finale, den Zuschauern die Spannung verderben wollen. Wie kommt’s?

S: Wie gesagt, das ist aus einer tiefen Enttäuschung heraus zu begründen. Außerdem habe ich persönlich so langsam die Schnauze voll, immer meinen Mund zu halten und für andere den Kopf hinzuhalten.

BW: Wie meinen Sie das? Gibt es etwa noch mehr Geheimnisse, die Sie unseren Lesern mitteilen möchten?

S: Ach, wenn Sie nur wüssten! Viel zu lange wurde ich zum Schweigen verdammt! Aber jetzt ist Schluss damit. Ich packe aus!

BW: Das freut uns Anhänger des investigativen Journalismus besonders. Was möchten Sie denn alles loswerden?

S: Zunächst alles über diese Modelshow. Das ganze ist eine von Pro7 inszenierte Volksverarsche! Die Models, die in die Sendung kommen, stehen bereits im Voraus fest. Auch die Reihenfolge, welches Model zu welchem Zeitpunkt die Sendung verlassen muss, ist vorherbestimmt.

BW: Sie meinen, es gibt ein geheimes Drehbuch?

S: Ja! Uns wurde schon Anfang Februar offenbart, welche drei Models für das Finale in Frage kämen. Der Sender bat uns dann, eine der drei für unsere Kampagne auszuwählen, so dass wir im Prinzip die Möglichkeit hatten, die Siegerin zu bestimmen.

BW: Und Frau Klum lässt so etwas zu?

S: Das weiß ich leider nicht. Ich kann Ihnen leider nicht sagen, inwiefern Frau Klum in diese Machenschaften verstrickt ist. Leider bin ich Ihr bisher noch nicht begegnet. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass sie auch nur das Gesicht der Show repräsentiert und ansonsten wenig mit den Absprachen hinter den Kulissen zu tun hat. Sehen Sie, Ihre Texte werden Ihr ja schließlich auch vorgegeben.

BW: Verstehe. Das lässt das ganze ja als Verschwörung wie bei der Sendung Popstars erscheinen. (Bei Popstars waren die Bandmitglieder auch schon im Voraus bekannt.)

S: Ja, genauso würde ich es bezeichnen.

BW: Haben Sie sonst noch weitere Informationen?

S: Definitiv. Was möchten Sie denn wissen?

BW: Alles, was eine gute Story hergeben würde!

S: Oh, da kann ich Ihnen definitiv weiterhelfen! Wissen Sie, Oswald hat Kennedy beispielsweise nicht erschossen!

BW: Hat er nicht?

S: Nein! Verstehen Sie die Akten sind zwar noch bis 2029 unter Verschluss, aber ich kann Ihnen aus sicheren Quellen versichern, dass Oswald Kennedy nicht erschossen hat.

BW: Diese Quellen würden wir gerne einmal überprüfen. Haben Sie sonst noch etwas?

S: Ja. Mehr als Ihnen lieb sein dürfte. Max Mutzke ist in Wirklichkeit Theo Waigel.

BW: Sie scherzen doch! Das ist unmöglich!

S: Glauben Sie? Nun ja, sie müssen verstehen, der Schein trügt oftmals! Dieses Gespräch zum Beispiel. Wie können Sie sich etwa sicher sein, dass alles, was ich sage auch mit der Intention, die ich verfolge, bei Ihnen ankommt? Das können Sie nicht. Niemand kann so etwas. Sehen Sie, Sie können nur vermuten, dass Sie alles, was ich sage, richtig verstehen. In Wirklichkeit interpretiert ihr Gehirn aber nur meine Sprachfetzen und ordnet diesen eine Bedeutung zu.

BW: Jetzt sprechen Sie von Konstruktivismus.

S: Selbstverständlich. Worauf ich hinaus will ist folgendes: Man sollte viel öfter offensichtliche, alltägliche Dinge um sich herum kritisch hinterfragen und nicht einfach als gegeben hinnehmen. Das ist eine Qualität, die die Gesellschaft immer mehr verliert. Kritische Reflexion. Egal ob es sich nun um eine Modelsendung oder eine politische Entscheidung handelt. Entscheidend ist, sein Gehirn zu benutzen und nicht alles stumpf in sich aufzunehmen. Das Schlimmste ist doch diese „We love to be entertained“ Konsumentengeneration, die alles, was Ihnen die Medien vorgaukeln, als real gegeben akzeptieren.

BW: Vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch!

S: Ich habe zu danken!

Anmerkung:

Dieser Artikel ist reine Fiktion! Alle genannten Sachverhalte sind frei erfunden! In keiner Weise wollen wir hiermit C&A, Pro7 oder deren Mitarbeiter diffamieren. (Doch! Anm. Hofnarr) Bloggwurst versteht sich unter anderem als Satire-Blog. Dieser Beitrag sollte daher nicht überbewertet werden. (Außer von den Pro7-Machern. Anm. Hofnarr)


Max Mutzke – Mein Automobil oder Apropos Max – ein offener Brief an Max Mutzke

17. Mai 2007

Lieber Max,

schön, dass Du Dich im Rahmen des „Pro7 Künstler unterstützen sich gegenseitig“ (besser bekannt als Vetternwirtschaft für Arme) Programms dafür entschieden hast, die angehenden Topmodels in Dein Video zu integrieren. Toll! Endlich dürfen die Mädls mal ihre Hüften kreisen lassen, Du bekommst eine 1A Promo zum Nulltarif und das Geld bleibt in der Pro7 Media AG Familie. Praktisch so was!

Auch möchte ich Dir hiermit für Deinen neuen Song gratulieren. Einfach grandios! Nach der deutschen Hoffnung beim Grand Prix und einer langen Durststrecke für Deine Fans, bringst Du gleich so einen tollen Song auf den Markt. Sag mal hast Du die Strophen zu „Mein Automobil“ selbst geschrieben? Ach, die Musik, das Arrangement, die ganze Idee zu dem Song – einfach super originell! Und vor allem noch nie da gewesen! Einfach gigantisch! Ich hoffe Du bekommst Gold für die Maxi!

Hoffentlich hast Du vorher die Rechte an dem Song klären lassen. Ach was soll’s, das wird Pro7 schon irgendwie geregelt haben. Und wenn nicht, ist ja auch nicht so schlimm. Da kommt bestimmt eh keiner drauf, dass Du, lieber Max, den Text einfach nur aus dem englischen übersetzt hast. George Clinton & Parliament hatten ja damals 1995 bei Eazy E. und N.W.A auch nichts dagegen, dass ihr Song „My Automobile“ einfach so verheizt wird. Eazy hat sich wenigstens noch die Mühe gemacht den Text aufzupeppen. Ob Dir, lieber Max, ein ähnliches Kunststück gelungen ist, wage ich zu bezweifeln.

Ich sehe schon jetzt die ganzen ungebildeten Pro7 Zuschauer wie die Blöden in die Läden rennen, die CD kaufen oder sich bei einem Internetanbieter runterladen. Like lambs to the slaughter. Rattenfangen war noch nie so einfach wie heute. Doch was soll’s, lieber Max, Dir winkt für Deinen musikalischen Diebstahl der Echo, der Comet oder sonst irgendein absurder deutscher Musikpreis. Nirgendwo auf der Welt wird in Sachen Musik so viel Nachmacherei so belohnt wie in Deutschland. Einfach schön diese heimische Musikindustrie.

Lieber Max, ich wünsche Dir noch alles gute für Deinen weiteren Weg als Mittelklassekünstler. Solltest Du wieder einmal einen alten Song neu aufbereiten wollen, melde Dich doch einfach bei mir. Ich hab da noch so einige alte Songs in der Hinterhand, die sich bei der heutigen Ungebildetheit der Musikkonsumenten so mir nichts dir nichts als schlechtes Remake verkaufen lassen würden.

Mit freundlichen Grüßen,

fsone (Bloggwurst)

NACHTRAG:

Damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann hier die Links für beide Songs. Dank allmusic kann jeder, der nicht gerade iTunes sein eigen nennt auch einmal für jeweils 30 Sekunden in den Genuß der Vorgängerversionen kommen.

Parliament – My Automobile

NWA – Automobile