von Hofnarr
Herrlich, dieses Internetdingens! Ruckzuck sind Produkte bestellt, die man nicht braucht, Themen recherchiert, über die man nicht wirklich Bescheid wissen will und Wettervorhersagen für Orte getroffen, die man nie besuchen wird.
Außerdem kann jeder Trottel – so wie wir – eine Blog-Seite an den Start bringen und seinen pseudointellektuellen Kram unters Volk streuen. Das macht nicht nur jede Menge Spaß, sondern auch einen ganzen Haufen gute Laune, weil anscheinend keine Meinung so unbedeutend ist, als dass sie nicht auf Resonanz stößt. Der Bedarf an Kommunikation ist wahrlich groß! Plötzlich wird über Ironie, Zynismus und Sarkasmus und deren Zwischenstufen gefachsimpelt oder man wird als „boa schwul“ bezeichnet, weil man Goethe zitiert und sich „keine eigene Meinung bildet“ (siehe Beitrag Max Mutzke). Man kann auch kräftig auf die Medien bzw. diverse Sendeformate eindreschen und so tun, als wäre man der Schlauberger, der das System längst durchschaut hat. Natürlich hat man – so wie nahezu alle Menschen, die noch ein Fünkchen Verstand im Kopf haben und einigermaßen geradeaus denken können. Aber will man das überhaupt? Oder ist es nicht auch wunderbar, sich über die Casting-, Spacken- und Deppen-Shows aufzuregen? Und ist es nicht fantastisch, dass einen plötzlich wildfremde Menschen belehren, es interessiere niemanden, dass man schon in Taipeh war, weil der entsprechende Artikel über eine afrikanische Prostituierte gehe, was man selbst vermutlich niemals erkannt hätte…
Ich liebe das Internet – also her mit euren Kommentaren!









7. Juni 2007 um 3:01 |
Dieser Beitrag ist selbst wohl irgendwo DAS Paradebeispiel für all die Dinge, die er beinhaltet?
9. Juni 2007 um 9:10 |
Hey hey hey
…. quasi DER Meta-Beitrag
9. Juni 2007 um 6:38 |
Du hast es erfasst
13. Juni 2007 um 12:56 |
man kann halt nicht mehr ohne