Wolfgang Schäuble ist John Rambo in „Stasi deluxe“

11. Juli 2007

von Hofnarr

Böse Zungen behaupten, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble warte nur darauf, dass in Deutschland endlich ein Terrorakt geschehe, damit er endlich seinen Überwachungsstaat legitimieren könne. Zwar wird die Terrorfrage zu Recht gestellt, ob man deshalb aber hinter jedem Vollbart einen potentiellen Attentäter vermuten muss, steht auf einem anderen Blatt und wie unsere Kanzlerin Merkel richtig betonte, sei auch bei diesem Thema „Denken nicht verboten.“
Herr Schäuble nahm das wörtlich, ging mit sich selbst in Klausur und veranstaltete ein Brainstorming zur Terrorbekämpfung… und praktisch sind seine Einfälle allemal:
1. Zielgerichtete Tötung von Verdächtigen – quasi Erschießen auf Vorrat, bevor wieder alle schreien „Wir haben’s doch gleich gesagt!“
2. Verdächtige an der Kommunikation hindern. Dies will Wolfgang „Blutrausch“ Schäuble erreichen, indem er den Schurken den Internetzugang und das Handy verbietet… äähhh… hallo? Ich stelle einmal die gewagte These auf, dass jemand, der z. B. ein Flugzeug entführen oder sich eine Tonne Sprengstoff besorgen kann, vermutlich auch in der Lage ist, sich ein Handy zuzulegen, ob verboten oder nicht. Einen positiven Aspekt hätte das Internetverbot für Terroristen allerdings: Die Überwachung der Datenströme wäre überflüssig. Das so gesparte Geld könnte man dann wiederum in Vorrats-Erschießungs- unition investieren. Ganz schön clever unser Innenminister. Das mit dem Denken scheint er aber nicht ganz begriffen zu haben.


Warum Abiturienten manchmal scheiße sind!

9. Juli 2007

von Hofnarr

Da stehe ich im Marktkauf an der Kasse und habe gerade den Preiserhöhungsschock verdaut – mein Lieblings-Gut&Billig-Toast kostet jetzt plötzlich 45 Cent, statt 39 – und dann das! Von hinten dringt unheilvolles Gequatsche an mein Ohr. Die Oma hinter mir kann es nicht sein, der Kerl hinter ihr auch nicht. Es ist eine junge Frauenstimme. Sie erzählt von einer Gleichung mit zwei Variablen, in die sie dann das Falsche eingesetzt hat. Nicht so schlimm, denke ich, das ist jedem schon einmal passiert. Aber zum Glück ist ja der LK-Lehrer sooo süß. A ha, Abiturientin im Endstadium. Der Zusammenhang zwischen süß und richtiger Lösung erschließt sich mir nicht sofort – falsch ist falsch, ob süß oder nicht – was mich wirklich stört, ist die Lautstärke, in der hier der ganze Supermarkt unterhalten wird. Entweder das Mädel leidet noch an den Auswirkungen des Prüfungsstress und ist deshalb so überdreht (was ich nicht glaube), oder sie hat das Bedürfnis alle Leute über ihre Lebenssituation aufzuklären (was ich befürchte). Vielleicht ist sie ja aber ganz schnuckelig. Also mal umgedreht, die Augen immer der Lautstärke nach und… Nein, sie ist nicht schnuckelig. Eingebettet in eine Familienkombo, Tochter mit Mami, kleinem Bruder und Freundin der Mami, lärmt ein Gesicht, das man bei uns als norddeutsche Hackfresse bezeichnet. Die Frisur in straßenköterblond irgendwo zwischen Birkenstock und pubertär fettig, darunter ein farbloses Pfannkuchengesicht mit zu großem Unterkiefer und zu großen Zähnen. Vielleicht stammt der Mensch ja doch vom Pferd ab. Dazu diese unerträgliche, leicht näselnde Stimme der O.B. verwendenden, Clerasil reinigenden Klugscheißergören aus der Werbung… Bevor ich mir allerdings überlegen kann, wie sie in ihrem Abi 2007-Aufkleber-Auto sitzt, darf ich zahlen.


Nena vor Gericht wegen mangelhafter Gesangsdarbietung

3. Juli 2007

von Hofnarr

Nenas Krawattenverhältnis bleibt ungeklärt. Laut Berichten auf n-tv soll die Sängerin auf einer Firmenfeier der Allianz die anwesenden Gäste als „steife Krawattenträger“ beschimpft haben. Das fanden die Anwesenden anscheinend nicht ganz so witzig. Die Firmenleitung der Allianz jedenfalls verklagte deshalb die Mama mit den 99 Luftballons und forderte einen Teil der 100000 Euro Gage zurück. Die Anklage lautet auf „mangelhafte Gesangsdarbietung“ – dass da noch niemand früher drauf gekommen ist – z. B. als Nena das erstemal in der ZDF-Hitparade bei Dieter Thomas Heck auftreten durfte… Eigentlich eine gute Geschäftidee! Ich verklage auf Schadensersatz und Ohrbelästigung: Dieter Bohlen (wegen Kastratenstimmen nach dem letzten Refrain in jedem seiner Songs), die Produzenten der Monrose (wegen schlechter Lieder, Unfähigkeit und häufigen Einsatzes des Antares Autotunes), Detlef D! Soost (wegen des Ausrufezeichens in seinem Namen und Dummschwätzerei), Oliver Pocher (wegen des Versuchs lustig sein zu wollen) und alle, die die 80er wieder auferstehen ließen – diese Leute allerdings zusätzlich noch wegen Netzhautbelästigung.