von fsone
Und es ist doch geschehen! Frau Merkel, die sich in ihrem Urlaub den Paparazzi entziehen wollte, wurde vom Amateur-Knipser Wolfgang S. an der Kasse einer großen, gelb-blauen Supermarktkette fotografiert.
Grund genug für FJW seine Post heute an die Bundeskanzlerin zu adressieren.
Der nicht inszenierte Schnappschuss zeigt laut Wagner die „Bürgerin Merkel aus dem Leben gegriffen“. Frau Bundeskanzlerin als „berufstätige Hausfrau“, die „auf dem letzten Drücker“ noch Lebensmittel besorgen muss.
Franz Josef ist entzückt! Für ihn ist dieses Foto „exotischer als der Luxusurlaub des französischen Staatspräsidenten“.
Doch seine Lobeshymne geht noch weiter. Für unseren konservativen Gossen-Goethe ist das Foto der Beweis, das „man berühmt sein kann und normal bleibt“. Immerhin ist Frau Merkel in ihrem Urlaub nur in den Dolomiten gewandert und hat dort „in Berghütten für 50 Euro“ übernachtet. Wer’s glaubt…
Dem Ganzen setzt FJ anschließend die sprichwörtliche Krone auf: „Unsere Kanzlerin schaukelt nicht auf den Booten der Milliardäre, sie badet nicht an Privatstränden.“
Nein, lieber Herr Wagner, das macht Angela Merkel nicht im Urlaub, sondern von Berufswegen hin und wieder an einem ganz normalen Arbeitstag.
Dennoch steht für ihn folgendes fest: „Sie steht im Supermarkt, nimmt ihr Wechselgeld entgegen. Sie ist eine einfache Frau, eine Traumfrau, eine Frau im Supermarkt.“
Lieber FJW, Ihre Ode an die konservative, zielstrebige Frau von heute, die im Supermarkt nach Feierabend noch schnell einkaufen geht, um ihrem getreuen, CDU/CSU wählenden Ehegatten, der es sich zu Hause bereits auf dem Sofa bequem gemacht hat, ein festliches Abendmahl zu breiten, hätte nicht besser ausfallen können.
Allerdings mache ich mir wirklich ernsthaft Gedanken über Ihre Traumfrauvisionen. Angela Merkel hat nun leider einmal, abgesehn von ihrem Intellekt, so rein gar nichts, was sie zu einer Traumfrau werden liese. Aber vielleicht liegt das an der konservativen, rosaroten Brille (die wen man es genau nimmt rosaschwarz sein müsste) die Herr Wagner von jeher trägt.
Man darf gespannt sein, ob demnächst einfache, ältere Damen aus dem Supermarkt mit ihrem Obst das Titelbild der BZ zieren. Traumfrauen für alle – das wäre doch eine Schlagzeile!








