von Hofnarr
Lehrer – so heißt es – sei ein geiler Beruf: nachmittags frei, das halbe Jahr Urlaub und Schweinekohle verdienen. Kaum zu glauben, dass junge Menschen nicht mehr die erzieherischen Defizite fremder Eltern ausbügeln wollen und stattdessen ihr Glück lieber in der freien Wirtschaft suchen. Genau dies scheint aber der Fall zu sein, wie sonst lässt sich der eklatante Lehrermangel an bayerischen Schulen erklären? Stundenausfälle sind an der Tagesordnung, auch wenn das Kultusministerium dem natürlich widerspricht – trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast… das soll aber hier nicht das Thema sein.
Immerhin hat das Bayerische Kultusministerium reagiert, schließlich ist in zwei Jahren Wahl und – hört hört – Geld sei ja vorhanden, im Gegensatz zum geeignetem Lehrernachwuchs. Und so hat man kurzerhand alles aktiviert, was schon mal eine Schule von innen gesehen hat. Vom pensionierten Ex-Lehrer, über Fremd-Akademiker bis hin zu Studenten darf derzeit alles unterrichten, was eine Kreide halten kann. Der arbeitslose Architekt wird für Mathematik eingesetzt, der Förster für Biologie, der ehemalige Grundschullehrer, der sich einen anderen Job suchte, weil er nervlich am Ende war, darf ans Gymnasium und vom Gewerbeaufsichtsamt kommen die Ingenieure für den Physikunterricht…. Zum Glück gibt es ab 2010 angeblich wieder eine Lehrernachwuchsschwemme, dumm nur, dass dann die Wahl gerade vorbei ist und man kein Geld mehr übrig hat.
Verfasst von dahofnarr 







